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PIN der Bankkarte vergessen

Bankkarte und PIN dazu

 

Die Bankkarte gehört für viele Menschen zum Alltag. Trotzdem reicht oft schon eine längere Pause ohne Kartenzahlung aus, damit der eigene PIN plötzlich nicht mehr einfällt. Dann beginnt meist die Suche nach einer Möglichkeit, den aktuellen Code irgendwo nachzusehen. Oft stellt sich auch die Frage, ob es nicht sinnvoller wäre, direkt einen neuen PIN festzulegen. Allerdings ist ein einfacher Code nicht automatisch sicherer. Manche nutzen als PIN sogar das Geburtsdatum ihres Hundes oder ihrer Katze ... kreative Ideen gibt es viele, nur nicht jede davon schützt das Konto zuverlässig.

 

PIN der Bankkarte – die wichtigsten Informationen

  • Die meisten Banken ermöglichen eine Änderung des PIN-Codes, ohne den alten Code eingeben zu müssen.
  • Der PIN lässt sich häufig per Banking-App, Onlinebanking, Hotline oder am Geldautomaten ändern.
  • Für eine Änderung des PINs direkt am Geldautomaten wird meistens der aktuelle Code benötigt.
  • Der erste Geldautomat wurde 1967 in London aufgestellt.
  • Der weltweit bekannte vierstellige PIN-Code verbreitete sich seit den 1970er-Jahren.
  • Zahlungskarten besitzen weltweit nahezu identische Maße.
  • Durch das Bezahlen mit dem Smartphone vergessen viele Menschen ihren eigenen PIN häufiger.

 

Kann man den aktuellen PIN der Bankkarte anzeigen lassen, wenn man ihn vergessen hat?

Viele Menschen gehen zunächst davon aus, dass es im Onlinebanking oder in der Banking-App irgendwo eine Funktion wie „PIN anzeigen“ geben müsste. In der Praxis ist so etwas allerdings kaum zu finden. Es gibt nur sehr wenige Banken, die den aktuellen PIN-Code einer Karte überhaupt sichtbar machen. Weder im Onlinebanking noch in der App gehört das normalerweise zu den verfügbaren Funktionen.

Und genau das hat einen guten Grund.

Der PIN zählt zu den wichtigsten Sicherheitsmerkmalen einer Bankkarte. Würde sich der Code nach dem Login einfach anzeigen lassen, wäre das Risiko für Missbrauch deutlich höher. Gerade heute, wo Smartphones ständig genutzt werden und nicht jeder sein Gerät konsequent sperrt, setzen Banken lieber auf sicherere Lösungen.

Deshalb bieten viele Institute statt der Anzeige des alten PINs direkt die Möglichkeit an, einen neuen PIN-Code festzulegen. Dafür muss der bisherige Code meist nicht bekannt sein. Nach der Bestätigung der Identität in der App oder im Onlinebanking kann einfach ein neuer PIN eingerichtet werden.

Genau deshalb versuchen viele Nutzer gar nicht erst, sich an den alten Code zu erinnern. Stattdessen wird direkt ein neuer PIN gewählt, der leichter im Gedächtnis bleibt. Trotzdem lohnt sich etwas Vorsicht. Kombinationen wie 1111 oder das eigene Geburtsdatum gelten weiterhin als besonders unsicher und können schnell zum Problem werden.

 

Wie lässt sich der PIN der Bankkarte ändern, wenn der alte Code vergessen wurde?

Die Änderung eines PIN-Codes funktioniert heute deutlich einfacher als noch vor einigen Jahren. Viele Menschen erledigen das inzwischen direkt im Onlinebanking oder über die Banking-App, ohne überhaupt einen Geldautomaten zu nutzen. Der Ablauf dauert meistens nur wenige Minuten, auch wenn sich die einzelnen Schritte je nach Bank und Kartenmodell leicht unterscheiden können.

Im Grunde setzen die meisten Banken auf ähnliche Verfahren. Egal ob große Direktbank oder klassische Filialbank – die Möglichkeiten zur Änderung des PINs sehen oft sehr ähnlich aus.

 

PIN im Onlinebanking ändern

Das gehört mittlerweile zu den beliebtesten Varianten. Nach dem Login ins Onlinebanking öffnet man normalerweise den Bereich für Karten oder Bankprodukte. Häufig läuft es ungefähr so ab:

  • Produkte – Karten – Karteneinstellungen – PIN ändern

Die genaue Bezeichnung kann je nach Bank variieren, der Aufbau bleibt jedoch meist übersichtlich. Anschließend muss die Änderung per SMS-Code oder Banking-App bestätigt werden, danach lässt sich direkt ein neuer PIN-Code festlegen.

Besonders praktisch: In vielen Fällen wird der bisherige PIN dafür nicht benötigt. Das hilft vor allem dann, wenn der alte Code komplett vergessen wurde.

 

PIN in der Banking-App ändern

Über die mobile App funktioniert der Vorgang ähnlich, nur direkt auf dem Smartphone. Nach dem Öffnen der Karteinstellungen findet sich dort meistens ebenfalls die Option zum Ändern des PINs.

Viele Banken haben den Ablauf inzwischen stark vereinfacht. Einige Klicks, Bestätigung per Fingerabdruck oder Freigabe-App und der neue Code ist gespeichert. Für viele Nutzer ist das heute die bequemste Lösung, da das Smartphone ohnehin ständig griffbereit liegt. Ein zusätzlicher Login am Computer oder die Suche nach einem Geldautomaten entfallen dadurch komplett.

 

Änderung über die Kundenhotline

Wer die passende Funktion nicht findet oder unsicher ist, ob die eigene Bank eine Online-Änderung unterstützt, kann sich an die Hotline wenden. Dort prüfen Mitarbeiter normalerweise sofort, welche Möglichkeiten für die jeweilige Karte verfügbar sind.

Je nach Bank erfolgt die Änderung direkt telefonisch, über das Onlinebanking oder ausschließlich in der App. Manche Kartenmodelle erlauben die Anpassung weiterhin nur am Geldautomaten. Die Auskunft dauert meist nur wenige Minuten, auch wenn es bei stark ausgelasteten Hotlines gelegentlich etwas länger dauern kann ...

 

PIN am Geldautomaten ändern

Das ist die klassische Variante, die weiterhin weit verbreitet ist. Viele Geldautomaten besitzen im Menü eine Funktion zur Änderung des PIN-Codes. Allerdings gibt es dabei einen wichtigen Punkt: Meistens muss der aktuelle PIN bekannt sein.

Wer den bisherigen Code komplett vergessen hat, kann diese Methode daher oft nicht nutzen.

Der Ablauf sieht normalerweise so aus:

  • Karte in den Geldautomaten stecken
  • Aktuellen PIN eingeben
  • Option „PIN ändern“ auswählen
  • Neuen Code festlegen
  • Änderung bestätigen

Danach ist der neue PIN-Code sofort aktiv.

Bankkarte

 

Welche PIN-Codes sollte man besser vermeiden?

Beim Festlegen eines PIN-Codes wünschen sich die meisten Menschen vor allem eins: Der Code soll leicht zu merken sein. Genau dabei entstehen allerdings oft Kombinationen, die aus Sicherheitsgründen keine gute Idee sind. Denn einfache Zahlenfolgen lassen sich nicht nur schnell merken, sondern häufig auch leicht erraten.

Besonders problematisch sind die klassischen Standardkombinationen wie:

  • 1234,
  • 1111,
  • 0000,
  • 1212,
  • 2580.

Gerade 2580 wird erstaunlich häufig genutzt, weil die Zahlen senkrecht in der Mitte vieler Tastaturen angeordnet sind und dadurch leicht im Gedächtnis bleiben. Sicherheitsprobleme entstehen jedoch genau deshalb, weil solche Kombinationen seit Jahren zu den weltweit am häufigsten verwendeten PINs gehören.

Auch Geburtsdaten gelten als riskant. Viele verwenden das eigene Geburtsjahr, das Datum des Partners, der Kinder oder den Hochzeitstag. Gerät zusätzlich der Geldbeutel mit Ausweis oder anderen Dokumenten in falsche Hände, lässt sich ein solcher PIN-Code oft deutlich leichter erraten als gedacht.

Daneben tauchen immer wieder ähnliche Muster auf:

  • Wohnungsnummern.
  • Die letzten Ziffern der Telefonnummer.
  • Vier identische Zahlen.
  • Teile der Personalausweis- oder Kundennummer.

Solche Kombinationen wirken zwar praktisch, bieten aber nur wenig Schutz.

Ebenso kritisch ist die Nutzung desselben PINs für mehrere Bereiche gleichzeitig. Bankkarte, Firmenkarte, Smartphone oder Garagencode – überall derselbe Zahlencode mag bequem sein, erhöht im Ernstfall jedoch das Risiko erheblich. Wird der Code einmal ausgespäht oder gerät durch ein Datenleck nach außen, können schnell mehrere Zugänge betroffen sein.

Manche Menschen gehen wiederum ins andere Extrem und wählen einen völlig zufälligen, komplizierten PIN-Code. Das endet nicht selten damit, dass der Code wenige Tage später auf einem Zettel im Portemonnaie landet. Damit verliert die Sicherheitsfunktion ihren eigentlichen Zweck.

Ein guter PIN liegt meistens irgendwo dazwischen: nicht zu simpel, aber gleichzeitig so merkbar, dass man am Geldautomaten nicht plötzlich unter Stress verschiedene Kombinationen ausprobieren muss.

 

Wie richtet man einen sicheren PIN ein, den man nicht nach einer Woche vergisst?

Das größte Problem mit dem PIN-Code besteht heute darin, dass er deutlich seltener genutzt wird als früher. Viele Menschen bezahlen inzwischen mit dem Smartphone, der Smartwatch oder kontaktlos per Karte. Dadurch wird der PIN manchmal erst nach mehreren Monaten wieder benötigt – zum Beispiel am Geldautomaten. Genau dann merkt man plötzlich, dass der Code nicht mehr präsent ist.

Ein guter PIN sollte deshalb vor allem für die eigene Erinnerung funktionieren. Nicht möglichst kompliziert für andere wirken, sondern sinnvoll im eigenen Gedächtnis bleiben. Viele Menschen merken sich Zahlen besser über bestimmte Verknüpfungen. Nicht die Zahlen selbst, sondern die Geschichte dahinter. Das kann ein persönliches Erlebnis sein, eine alte Hausnummer, eine frühere Telefonnummer oder eine Zahlenkombination mit rein privater Bedeutung.

Das Gehirn speichert solche Zusammenhänge oft deutlich besser als völlig zufällige Zahlenfolgen.

Interessant ist außerdem der Effekt des sogenannten Bewegungs- oder Muskelgedächtnisses. Viele Menschen erinnern sich weniger an die eigentlichen Zahlen als an die Bewegung der Finger auf der Tastatur. Besonders bei regelmäßigen Zahlungen am Kartenlesegerät oder Geldautomaten entsteht schnell ein automatischer Ablauf.

Manche entwickeln dafür sogar eigene Systeme. Einige nutzen eine Grundkombination und verändern sie leicht für verschiedene Karten. Andere arbeiten mit einem persönlichen Muster, das nur ihnen selbst bekannt ist. Das funktioniert häufig besser, als einen komplett zufälligen PIN-Code auswendig lernen zu wollen.

Hilfreich kann es außerdem sein, den neuen PIN direkt nach der Änderung einige Male bewusst zu verwenden. Schon nach wenigen Zahlungen bleibt der Code oft deutlich besser im Gedächtnis und wird später automatisch eingegeben.

 

Interessante Fakten über Bankkarten

Bankkarten gehören heute ganz selbstverständlich zum Alltag. Kaum jemand denkt noch darüber nach, wie stark sie das Bezahlen in den vergangenen Jahrzehnten verändert haben. Noch vor gar nicht so langer Zeit sah der gesamte Zahlungsverkehr nämlich völlig anders aus.

Die ersten Bankkarten erschienen Ende der 1960er-Jahre. Der erste Geldautomat wurde 1967 in London eröffnet, kurze Zeit später folgten ähnliche Systeme in den USA. Allein die Möglichkeit, Bargeld ohne Mitarbeiter der Bank abzuheben, galt damals als technische Sensation. Heute wirkt das selbstverständlich, damals war es für viele Menschen ein echter Fortschritt.

Anfangs dienten Karten hauptsächlich zum Abheben von Bargeld. Erst später entwickelten sich Kartenzahlungen im Handel und an Terminals weiter. In den 1970er-Jahren kamen Magnetstreifen und der PIN-Code als Sicherheitsfunktion hinzu. Genau in dieser Zeit entstand die Grundlage für das moderne Bankensystem, wie man es heute kennt.

Auch die Geschichte des PINs ist interessant. Ursprünglich war angeblich ein längerer Zahlencode geplant. Man entschied sich später jedoch dagegen, weil viele Menschen sich zu viele Ziffern nur schwer merken konnten. Deshalb setzte sich der vierstellige PIN-Code weltweit als Standard durch.

Frühere Karten unterschieden sich auch optisch deutlich von heutigen Modellen. Die Kartennummer und die Daten des Karteninhabers waren oft geprägt und deutlich fühlbar. In Geschäften nutzte man spezielle mechanische Geräte, mit denen die Kartendaten auf Papier übertragen wurden. Die Karte wurde eingespannt und anschließend über das Formular gezogen. Heute kennen viele solche Geräte nur noch aus alten Filmen.

Später begann die Zeit der Magnetstreifen. Das Terminal las die Daten nach dem Durchziehen der Karte aus. Allerdings konnten solche Magnetstreifen vergleichsweise leicht kopiert werden. Deshalb stellten Banken nach und nach auf Chips um, die bis heute als wichtigste Sicherheitsfunktion moderner Bankkarten gelten.

Interessant ist außerdem das einheitliche Format von Zahlungskarten. Weltweit besitzen sie nahezu identische Maße von 85,60 mm × 53,98 mm. Dadurch funktionieren sie unabhängig vom Land in nahezu jedem Geldautomaten oder Kartenlesegerät. Sogar die Rundungen der Ecken sind international exakt festgelegt.

Auch das Bezahlen selbst hat sich massiv verändert. Früher spielte die Unterschrift auf der Kartenrückseite eine wichtige Rolle. Verkäufer verglichen teilweise den Beleg mit der Signatur auf der Karte. Heute unterschreiben viele Menschen ihre neue Bankkarte nach Erhalt gar nicht mehr.

Hinzu kamen später kontaktlose Zahlungen. Gerade in Europa verbreitete sich diese Technik sehr schnell. Viele Menschen nutzen den PIN dadurch deutlich seltener, weil kleinere Einkäufe meist ohne zusätzliche Eingabe funktionieren. Erst beim Geldabheben oder bei größeren Beträgen taucht plötzlich wieder die Frage auf, wie der eigene Code eigentlich lautet ...

Heute bleibt die physische Bankkarte bei vielen Menschen sogar häufig zu Hause. Stattdessen wird direkt mit dem Smartphone, der Smartwatch oder digitalen Wallets bezahlt. Die eigentliche Karte existiert zwar weiterhin, dient für manche inzwischen jedoch eher als Reserve als als wichtigste Zahlungsmethode.

 

FAQ – häufig gestellte Fragen

Kann man den aktuellen PIN der Bankkarte anzeigen lassen?
Bei den meisten Banken gibt es keine Möglichkeit, den aktuellen PIN-Code einzusehen. In der Regel kann lediglich ein neuer PIN festgelegt werden.

Muss man den alten PIN kennen, um einen neuen festzulegen?
Meistens nicht. Im Onlinebanking oder in der Banking-App reicht normalerweise die Bestätigung der eigenen Identität aus.

Wie lässt sich der PIN über das Smartphone ändern?
Dafür öffnet man in der Banking-App die Einstellungen der jeweiligen Karte und wählt die Funktion zum Ändern des PIN-Codes aus. Der Vorgang dauert meistens nur wenige Minuten.

Kann man den PIN an jedem Geldautomaten ändern?
Nein. Das hängt von der jeweiligen Bank und vom Betreiber des Geldautomaten ab. Manche Geräte unterstützen diese Funktion nicht.

Wie oft darf ein falscher PIN eingegeben werden?
In den meisten Fällen wird die Karte nach drei falschen Eingaben vorübergehend gesperrt oder vom Geldautomaten abgelehnt.

Funktionieren kontaktlose Zahlungen ohne PIN?
Ja, allerdings nur bis zu bestimmten Betragsgrenzen oder für einen begrenzten Zeitraum. Danach verlangt das Terminal erneut die Eingabe des PINs.

Warum haben Bankkarten überall die gleiche Größe?
Für Zahlungskarten gelten internationale Standardmaße. Dadurch funktionieren sie weltweit in nahezu jedem Geldautomaten und Kartenlesegerät.

Wann wurden die ersten Geldautomaten eingeführt?
Der erste Geldautomat wurde 1967 in London eröffnet.

 

Quelle der Informationen zu den Karten-Fakten

https://en.wikipedia.org/wiki/Payment_card

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