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Mit Umfragen Geld verdienen

Bezahlte Umfragen - Kann man damit wirklich Geld verdienen?

 

Du hast keinen Job? Oder suchst nach einer Möglichkeit, von zu Hause aus etwas dazuzuverdienen? Dann wirst Du früher oder später auf Angebote für bezahlte Umfragen stoßen. Die Versprechen klingen verlockend: ein paar Fragen beantworten und dafür Geld erhalten. Doch sieht die Realität wirklich so aus? Eher nicht. Von Umfragen allein wird kaum jemand seinen Lebensunterhalt bestreiten können. Die Vergütung fällt meist niedrig aus und der Zeitaufwand wird oft unterschätzt.

Hinzu kommt, dass es im Internet auch unseriöse Anbieter gibt. Manche sammeln lediglich persönliche Daten oder locken Nutzer mit Versprechen, die am Ende nicht eingehalten werden. Das erinnert ein wenig an die Zeit, als zahlreiche Webseiten Geld für das Anklicken von Werbung versprachen. Einige zahlten tatsächlich aus, viele verschwanden jedoch, bevor Nutzer überhaupt eine Auszahlung beantragen konnten.

 

Das Wichtigste zu bezahlten Umfragen auf einen Blick

  • Unternehmen bezahlen für Umfragen, um Marktforschung durchzuführen und Meinungen von Verbrauchern einzuholen.
  • Die Vergütung pro Umfrage kann stark variieren und hängt unter anderem vom Umfang und der Zielgruppe der Studie ab.
  • Manche Umfragen dauern nur wenige Minuten, andere können 20 Minuten oder länger in Anspruch nehmen.
  • Nicht jeder erhält dieselben Umfragen. Die Auswahl erfolgt meist nach Alter, Geschlecht, Wohnort, Beruf oder weiteren Profilangaben.
  • Gib niemals sensible Daten wie Ausweiskopien, Bank-PINs oder andere Informationen weiter, die für eine Umfrage nicht erforderlich sind.
  • Prüfe vor der Registrierung den Anbieter, die Unternehmensdaten, die Internetseite und die Auszahlungsbedingungen.
  • Bezahlte Umfragen eignen sich höchstens als kleiner Nebenverdienst, ersetzen jedoch kein regelmäßiges Einkommen.

 

Woher kommt das Geld für bezahlte Umfragen?

Das Geld kommt natürlich nicht aus dem Nichts. Hinter bezahlten Umfragen stehen Unternehmen, die mehr über ihre bestehenden oder potenziellen Kunden erfahren möchten.

Warum führen sie solche Befragungen nicht selbst durch? Dafür gibt es mehrere Gründe. Viele Unternehmen verfügen weder über eine eigene Datenbank mit Tausenden potenziellen Teilnehmern noch über die technische Infrastruktur, um große Umfragen zu organisieren. Hinzu kommt der personelle Aufwand. Deshalb beauftragen viele Firmen spezialisierte Marktforschungsunternehmen oder Umfrageportale mit der Durchführung.

Vor einiger Zeit hatte ich selbst die Gelegenheit, an der Beauftragung einer solchen Umfrage mitzuwirken. Es handelte sich um einen Fragebogen mit rund 50 Fragen und mehreren Antwortmöglichkeiten. Die Gesamtkosten für den Auftrag wirkten auf den ersten Blick recht hoch. Trotzdem bedeutet das nicht, dass dieser Betrag später vollständig bei den Teilnehmern landet.

Ein großer Teil des Budgets wird zunächst für die Vorbereitung der Studie benötigt. Der Fragebogen muss erstellt, in das Umfragesystem eingepflegt und getestet werden. Außerdem entstehen Kosten für Server, Software, Mitarbeiter, Kundenservice, Verwaltung und viele weitere Bereiche. Natürlich möchte auch das Unternehmen, das die Umfrage organisiert, wirtschaftlich arbeiten und einen Gewinn erzielen.

Erst der verbleibende Teil kann als Vergütung an die Teilnehmer ausgezahlt werden.

In meinem Beispiel dauerte das Ausfüllen des Fragebogens etwa 20 bis 30 Minuten. Es handelte sich also nicht um eine Umfrage, die man in wenigen Minuten nebenbei erledigt. Wie viel Geld einzelne Teilnehmer letztlich erhalten haben, weiß ich nicht. Klar ist jedoch, dass nur ein Teil des gesamten Budgets tatsächlich bei den Personen ankommt, die die Fragen beantworten.

Aus meiner Sicht zeigt dieses Beispiel vor allem eines: Mit bezahlten Umfragen lässt sich zwar etwas Geld verdienen, hohe Einnahmen sollte man jedoch nicht erwarten. Als kleiner Nebenverdienst mag das ausreichen. Wer jedoch auf ein regelmäßiges Einkommen hofft, wird wahrscheinlich enttäuscht sein.

 

Wie werden Teilnehmer für Umfragen ausgewählt?

Nicht jede Umfrage landet automatisch bei Dir. Und das hat einen guten Grund.

Wenn Du Dich bei einem Umfrageportal registrierst, musst Du zunächst ein Profil ausfüllen. Dabei werden häufig Angaben zu Geschlecht, Alter, Wohnort, Ausbildung, Beruf, Einkommen, Kindern oder einem eigenen Auto abgefragt. Manche Anbieter interessieren sich zusätzlich für Deine Hobbys, Dein Kaufverhalten oder dafür, welche Produkte und Dienstleistungen Du regelmäßig nutzt.

Warum sind diese Informationen überhaupt notwendig? Ganz einfach: Unternehmen möchten nur die Meinung der Personen einholen, die für ihre Studie tatsächlich relevant sind. Die meisten Umfragen richten sich nicht an alle Nutzer, sondern an eine ganz bestimmte Zielgruppe.

Ein Beispiel: Ein Hersteller von Windeln wird vor allem Eltern kleiner Kinder befragen wollen. Ein Unternehmen aus der Landwirtschaft sucht eher Menschen, die in diesem Bereich tätig sind oder entsprechende Erfahrungen haben. Eine Bank wiederum könnte gezielt Personen ansprechen, die bereits bestimmte Finanzprodukte nutzen.

Aus diesem Grund gleicht das Umfrageportal Deine Profildaten mit den Anforderungen des Auftraggebers ab. Erst danach entscheidet das System, ob Du eine Einladung erhältst oder nicht. Deshalb bekommen nicht alle registrierten Nutzer dieselben Umfragen.

Oft folgt nach der Einladung noch eine kurze Vorauswahl. Mit einigen zusätzlichen Fragen wird überprüft, ob Du wirklich zur gesuchten Zielgruppe gehörst. Es kann auch vorkommen, dass bereits genügend Teilnehmer gefunden wurden. In diesem Fall endet die Umfrage schon nach wenigen Fragen und Du wirst nicht weiter berücksichtigt.

Für die Auftraggeber ist dieses Vorgehen völlig nachvollziehbar. Wenn beispielsweise ein Kosmetikhersteller die Meinung von Frauen zwischen 30 und 45 Jahren sucht, wären Antworten anderer Personengruppen für die Studie nur eingeschränkt aussagekräftig. Deshalb versuchen Umfrageportale, die Teilnehmer möglichst genau nach den Vorgaben des Unternehmens auszuwählen.

Je vollständiger und aktueller Dein Profil ist, desto größer ist die Chance, Einladungen zu passenden Umfragen zu erhalten. Das bedeutet allerdings nicht automatisch, dass regelmäßig neue Umfragen verfügbar sind. Wenn gerade keine Studie zu Deinem Profil passt, kann es durchaus eine Zeit lang ruhig bleiben.

Umfragen ausfüllen

 

Lohnt es sich überhaupt, mit Umfragen Geld zu verdienen?

Wenn Du hoffst, mit bezahlten Umfragen Deinen Lebensunterhalt zu finanzieren oder jeden Monat ein nennenswertes Zusatzeinkommen zu erzielen, muss ich Dich leider enttäuschen. Dafür sind die Vergütungen in der Regel zu niedrig und die Zahl der verfügbaren Umfragen zu unregelmäßig.

Wie viel Geld man für eine einzelne Umfrage erhält, lässt sich kaum pauschal beantworten. Manche bringen nur einen sehr kleinen Betrag ein, andere etwas mehr. Feste Regeln gibt es allerdings nicht. Du weißt vorher selten, wann die nächste Einladung kommt oder wie hoch die Vergütung ausfallen wird.

Ich erinnere mich an ein Gespräch mit einer Bekannten, die über einen längeren Zeitraum regelmäßig an bezahlten Umfragen teilgenommen hat. Sie erzählte mir, dass sie viele Fragebögen ausgefüllt hatte, darunter auch Umfragen, die rund 20 Minuten dauerten. Am Ende stand jedoch nur ein sehr kleiner Verdienst. Gemessen am investierten Zeitaufwand war das aus meiner Sicht alles andere als überzeugend.

Natürlich könnte man argumentieren, dass sich Umfragen nebenbei erledigen lassen - etwa am Abend auf dem Sofa oder während man fernsieht. Das stimmt durchaus. Trotzdem investierst Du Zeit. Und genau diese Zeit hat ebenfalls einen Wert.

Im Vergleich zu einem normalen Nebenjob schneiden bezahlte Umfragen deshalb häufig deutlich schlechter ab. Nicht, weil die Anbieter grundsätzlich unseriös wären, sondern weil einfach zu wenige Umfragen verfügbar sind und die Vergütung oft überschaubar bleibt. Hinzu kommt, dass viele Teilnehmer bereits während der Qualifizierung ausscheiden und für diesen Zeitaufwand gar nichts erhalten.

Im Internet findet man immer wieder Menschen, die ihre Auszahlungen präsentieren. Was dabei allerdings fast nie erwähnt wird: Wie viele Stunden, Wochen oder sogar Monate nötig waren, um diesen Betrag überhaupt zu erreichen.

Lohnt sich das also? Wenn Du ohnehin etwas Zeit übrig hast und ein paar Euro zusätzlich mitnehmen möchtest, kannst Du es ausprobieren. Als zuverlässige Einnahmequelle würde ich bezahlte Umfragen allerdings nicht betrachten.

Aus meiner Sicht ist es meist sinnvoller, dieselbe Zeit in neue Kenntnisse, eine Weiterbildung oder die Suche nach einem besser bezahlten Nebenjob zu investieren. Langfristig bringt das in den meisten Fällen deutlich mehr als stundenlang Fragebögen auszufüllen.

 

Woran erkennt man seriöse Umfrageportale und worauf solltest Du achten?

Leider arbeitet nicht jedes Unternehmen, das bezahlte Umfragen anbietet, seriös. Neben etablierten Umfrageportalen gibt es auch Webseiten, deren eigentliches Ziel darin besteht, persönliche Daten zu sammeln oder möglichst viele Werbeanzeigen einzublenden. Deshalb lohnt es sich, vor der Registrierung ein paar Minuten in eine kurze Überprüfung zu investieren.

Schau zunächst nach, ob das Unternehmen vollständige Kontaktdaten veröffentlicht. Dazu gehören eine Anschrift, eine E-Mail-Adresse oder Telefonnummer sowie Angaben zum Unternehmen selbst. Ein einfaches Kontaktformular ohne weitere Informationen wirkt eher wenig vertrauenswürdig.

Ein Blick auf die angegebene Adresse in Google Maps kann ebenfalls hilfreich sein. So lässt sich schnell feststellen, ob sich dort tatsächlich Büroräume befinden. Dabei solltest Du allerdings bedenken, dass viele Unternehmen lediglich einzelne Büros in größeren Bürogebäuden mieten. Das ist völlig normal und kein Grund zur Sorge.

Handelt es sich um ein kleines und bislang unbekanntes Unternehmen, solltest Du etwas genauer hinschauen. Das bedeutet nicht automatisch, dass es unseriös ist. Dennoch genießen bekannte Umfrageportale, die bereits seit vielen Jahren am Markt sind, meist ein größeres Vertrauen als Webseiten, die erst vor kurzer Zeit gestartet wurden.

Ein besonders wichtiger Punkt: Gib niemals Daten preis, die für die Teilnahme an einer Umfrage nicht erforderlich sind. Ausweiskopien, Passwörter, Bank-PINs oder Fotos persönlicher Dokumente haben mit einer gewöhnlichen Marktforschungsumfrage nichts zu tun. Werden solche Informationen bereits bei der Registrierung verlangt, solltest Du äußerst vorsichtig sein.

Misstrauisch solltest Du auch werden, wenn in einer Anzeige nicht einmal der Name des Unternehmens genannt wird. Siehst Du lediglich Aussagen wie „Mit Umfragen Geld verdienen“, ohne zu erfahren, wer hinter dem Angebot steckt, ist Zurückhaltung angebracht. Seriöse Unternehmen verstecken ihre Identität normalerweise nicht.

Auch die Internetseite selbst lohnt einen genaueren Blick. Ein modernes Design allein sagt allerdings wenig aus. Heute lässt sich eine professionell wirkende Webseite innerhalb kurzer Zeit erstellen. Deshalb sollte der optische Eindruck niemals das einzige Entscheidungskriterium sein.

Hilfreich kann außerdem ein Blick auf das Alter der Domain sein. Über einen WHOIS-Dienst lässt sich meist erkennen, wann eine Internetadresse registriert wurde. Eine neue Domain bedeutet zwar nicht automatisch, dass etwas nicht stimmt. Behauptet ein Unternehmen jedoch, seit vielen Jahren tätig zu sein, während die Domain erst vor wenigen Wochen registriert wurde, ist Skepsis durchaus angebracht.

Nimm Dir außerdem ein paar Minuten Zeit, um die Auszahlungsbedingungen zu lesen. Viele Umfrageportale zahlen Guthaben erst aus, wenn ein bestimmter Mindestbetrag erreicht wurde. Das ist grundsätzlich nichts Ungewöhnliches. Problematisch wird es allerdings, wenn kurz vor Erreichen dieser Grenze plötzlich keine neuen Umfragen mehr angeboten werden.

Mein einfachster Rat lautet deshalb: Wenn Du Dich für bezahlte Umfragen entscheidest, nutze möglichst bekannte Anbieter mit einer langen Unternehmensgeschichte und einem guten Ruf. Das senkt das Risiko unangenehmer Überraschungen deutlich.

Können bezahlte Umfragen ein paar Euro zusätzlich einbringen? Ja, durchaus. Reich wird man damit allerdings kaum. Für einen kleinen Nebenverdienst mag es ausreichen. Wer jedoch ein regelmäßiges Einkommen sucht, wird mit einem klassischen Nebenjob oder neuen beruflichen Qualifikationen in den meisten Fällen deutlich besser fahren.

 

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Kann man von bezahlten Umfragen leben?
Nein. Bezahlte Umfragen eignen sich höchstens als kleiner Nebenverdienst und ersetzen in der Regel kein regelmäßiges Einkommen.

Wie viel Geld kann man mit einer Online-Umfrage verdienen?
Das hängt von der jeweiligen Umfrage ab. Manche bringen nur einen kleinen Betrag ein, andere zahlen etwas mehr. Eine feste Vergütung gibt es nicht.

Warum erhalte ich nicht jede Umfrage?
Unternehmen suchen gezielt nach bestimmten Teilnehmern. Kriterien wie Alter, Geschlecht, Wohnort, Beruf oder Interessen entscheiden darüber, wer eingeladen wird.

Sind Anbieter von bezahlten Umfragen seriös?
Viele Umfrageportale arbeiten seriös, aber nicht alle. Deshalb solltest Du vor der Registrierung das Unternehmen, die Kontaktdaten und die Auszahlungsbedingungen prüfen.

Welche Daten sollte ich bei der Registrierung nicht angeben?
Passwörter, Bank-PINs, Ausweiskopien oder andere sensible persönliche Daten haben bei einer gewöhnlichen Umfrage nichts zu suchen.

Warum zahlen manche Umfrageportale erst ab einem bestimmten Guthaben aus?
Viele Anbieter legen einen Mindestbetrag für Auszahlungen fest. Das ist grundsätzlich nichts Ungewöhnliches und sollte transparent in den Teilnahmebedingungen erklärt werden.

Woher stammt das Geld für bezahlte Umfragen?
Die Vergütung wird von Unternehmen finanziert, die Marktforschung betreiben möchten. Die Umfrageportale vermitteln zwischen den Auftraggebern und den Teilnehmern.

Lohnt es sich, mit bezahlten Umfragen Geld zu verdienen?
Wenn Du lediglich einen kleinen Nebenverdienst suchst und etwas Zeit übrig hast, kannst Du es ausprobieren. Wer jedoch auf ein regelmäßiges Einkommen hofft, wird mit anderen Nebenjobs meist deutlich besser fahren.

 

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