Welche Dinge sollte man zu einem Vorstellungsgespräch mitnehmen
Ein Vorstellungsgespräch ist so ein Moment, in dem eigentlich alles klar ist – und trotzdem tauchen im Kopf unzählige kleine Zweifel auf. Habe ich alles dabei? Habe ich etwas vergessen? Entgegen der Annahme geht es bei der Vorbereitung nicht nur um Wissen über das Unternehmen oder mögliche Antworten. Es geht auch um die Dinge, die man tatsächlich dabeihat.
Was sollte man zu einem Vorstellungsgespräch mitnehmen – die wichtigsten Infos im Überblick
- Die Vorbereitung beginnt schon vor dem Verlassen des Hauses – selbst 10–15 Minuten Zeitpuffer können entscheidend sein.
- Es lohnt sich, 2–3 Kopien des Lebenslaufs sowie einen Ausweis mitzunehmen, auch wenn dies nicht ausdrücklich verlangt wird.
- Ein Notizbuch und ein Stift helfen, Details festzuhalten und während des Gesprächs konzentriert zu bleiben.
- Eine Liste mit Fragen an den Arbeitgeber stärkt das Selbstbewusstsein und erleichtert den Gesprächsverlauf.
- Kleine Dinge wie Wasser oder Pfefferminzbonbons erhöhen den Komfort während des Termins.
- Zu viele Gegenstände in der Tasche können für Unordnung und Ablenkung sorgen.
- Ein nicht stummgeschaltetes Handy kann die Konzentration im entscheidenden Moment stören.
Der erste Eindruck beginnt früher, als man denkt
Viele konzentrieren sich erst auf den Moment, in dem sie den Raum betreten. Händedruck, Blickkontakt, der erste Satz – alles wichtig. Aber... dieser „erste Eindruck“ entsteht viel früher. Schon beim Verlassen des Hauses. Die Vorbereitung davor beeinflusst, wie man sich fühlt – und genau das wird sofort sichtbar.
Ein kurzer Gedanke dazu: Man verlässt das Haus in Eile, findet etwas nicht, der Akku ist fast leer und im Kopf herrscht Chaos. Und dann soll man im Büro strukturiert und souverän auftreten? Genau das ist schwer miteinander zu vereinbaren.
Deshalb lohnt es sich, einige Dinge zu klären, bevor man die Tür hinter sich schließt:
- Die Anfahrtsroute prüfen – auch wenn man schon einmal dort war. Baustellen oder Umleitungen können schnell Stress verursachen.
- Das Outfit frühzeitig vorbereiten – nicht morgens spontan, sondern am Vorabend. So entfällt ein möglicher Stressfaktor.
- Die Tasche am Vortag packen – Dokumente, Notizen usw. griffbereit. Morgens nur noch nehmen und losgehen.
- Das Handy aufladen – selbstverständlich, aber oft vergessen.
- Genügend Zeit einplanen – selbst 10–15 Minuten machen einen Unterschied. Lieber kurz warten als gehetzt ankommen.
Und der Moment direkt vor dem Betreten? Man steht bereits vor dem Gebäude. Was jetzt? Es lohnt sich, das Outfit noch einmal zu richten und die Gedanken zu ordnen. Es geht nicht nur um das, was man physisch dabeihat. Es geht auch um den inneren Zustand, mit dem man hineingeht. Und dieser Zustand... beginnt viel früher, als man vermuten würde.
Liste der Dinge, die man zu einem Vorstellungsgespräch mitnehmen sollte
Hier geht es nicht mehr um Theorie oder allgemeine Tipps – sondern um das, was tatsächlich in der Tasche landet (oder landen sollte). Und ja, einiges davon wirkt selbstverständlich ... aber genau diese „selbstverständlichen“ Dinge vergisst man am ehesten im ungünstigsten Moment.
Fangen wir mit den Grundlagen an.
- Ausgedruckter Lebenslauf. Selbst wenn er vorher per E-Mail verschickt wurde und sicher ist, dass er vorliegt. Es lohnt sich, 2–3 Kopien dabeizuhaben. Manchmal nimmt noch eine weitere Person am Gespräch teil. Oder jemand hatte keine Zeit zum Ausdrucken. In so einem Fall einfach das Dokument hervorholen – und die Situation ist gelöst.
- Personalausweis oder Reisepass. Wird nicht immer verlangt, aber es gibt Unternehmen, bei denen man ohne Ausweis nicht über den Empfang hinauskommt – vor allem bei größeren Firmen.
- Notizbuch und Stift. Notizen zu machen ist absolut normal. Mehr noch – es zeigt Engagement. Namen, wichtige Informationen oder Details zur Stelle lassen sich so direkt festhalten. Gerade unter Anspannung kann das Gedächtnis nachlassen.
- Liste mit Fragen an den Arbeitgeber. Im Kopf? Möglich. Auf Papier? Noch besser. Es gibt oft den Moment: „Haben Sie noch Fragen?“ – und plötzlich herrscht Leere. Eine vorbereitete Liste hilft weiter.
Jetzt zu den Dingen, die oft übersehen werden, aber ebenfalls wichtig sind:
- Kleine Flasche Wasser. Selbst ein kurzes Gespräch kann den Hals stärker austrocknen, als man erwartet – besonders wenn man viel spricht.
- Taschentücher. Wirkt banal ... aber plötzlich fängt es an zu regnen, man muss niesen oder etwas geht daneben – und man ist vorbereitet.
- Pfefferminzbonbons oder Kaugummi. Natürlich nicht während des Gesprächs. Aber direkt davor – durchaus sinnvoll.
- Uhr oder schneller Zugriff auf die Zeit. Das Handy geht auch – allerdings wirkt es nicht immer passend, es ständig hervorzuholen.
Und was ist mit weniger offensichtlichen Dingen? Auch die gibt es:
- Portfolio oder Arbeitsproben. In kreativen Bereichen wie Grafik, Copywriting oder Design besonders sinnvoll. Etwas konkret zeigen zu können, hinterlässt einen anderen Eindruck als reine Beschreibungen.
- Referenzen. Nicht immer erforderlich, aber gut griffbereit zu haben. Manchmal kommt das Thema auf – und dann sind sie sofort verfügbar.
- Liste eigener Erfolge. Nicht zum Ablesen während des Gesprächs, sondern als Unterstützung. Einige Stichpunkte helfen, sich an konkrete Zahlen, Projekte oder Ergebnisse zu erinnern.
Und noch ein Punkt, der weniger greifbar ist, aber eine große Rolle spielt: ein klarer Plan im Kopf. Kein starres Skript, sondern eine Richtung. Wer man ist, was man vermitteln möchte und worauf es ankommt. Ohne diese Orientierung verliert man schnell den Fokus.
Manche sagen: „Warum so viele Dinge, es ist doch nur ein Gespräch.“ Genau – nur oder eben doch mehr. Denn wenn alles griffbereit ist, beschäftigt man sich nicht mit dem, was fehlt. Die Aufmerksamkeit bleibt beim Gespräch – und das macht einen entscheidenden Unterschied.

Was man besser nicht zu einem Vorstellungsgespräch mitnehmen sollte – und warum
Manchmal ist weniger mehr. Und genau hier zeigt sich das besonders deutlich. Neben den Dingen, die sinnvoll sind, gibt es auch eine zweite Liste – mit Sachen, die eher stören, ablenken oder ... einfach keinen guten Eindruck hinterlassen.
Beginnen wir mit etwas, das zunächst harmlos wirkt:
- Zu große Tasche oder ein überfüllter Rucksack. Man kommt an, sucht den Lebenslauf, zieht eine Sache heraus, dann die nächste, etwas fällt herunter ... und schon entsteht Unordnung. Besser ist es, sich auf das Wesentliche zu beschränken und alles im Griff zu haben.
- Essen. Selbst ein kleiner Snack. Erstens kann er zerbröseln oder etwas verschmutzen. Zweitens spielt der Geruch eine Rolle. Und während des Gesprächs einfach einen Riegel herauszuholen – eher unpassend.
Jetzt zu den Dingen, die stärker ins Gewicht fallen, als man vermuten würde:
- Kopfhörer um den Hals oder noch im Ohr beim Betreten. Das vermittelt schnell den Eindruck, nicht ganz präsent zu sein. Besser vorher verstauen.
- Handy ohne Lautlos-Modus. Ein einziger Ton im falschen Moment – und die Konzentration ist unterbrochen. Das reicht aus, um die Situation zu verändern.
- Zu intensiver Duft – Parfüm oder Deodorant. Zurückhaltung wirkt hier deutlich besser. Ein starker Geruch kann als störend empfunden werden, und darauf hat man keinen Einfluss.
- Zu viele Dokumente „für alle Fälle“. Stapel von Unterlagen, die am Ende gar nicht gebraucht werden. Weniger, aber gezielt ausgewählt, ist sinnvoller.
- Unordentliche Notizen. Lose Zettel, unübersichtlich beschrieben. Wenn schon Unterlagen mitgenommen werden, dann ordentlich und gut strukturiert.
Man könnte sagen: Warum so viele Details beachten? Doch genau diese Kleinigkeiten beeinflussen oft, wie man wahrgenommen wird – häufig sogar unbewusst. Am Ende läuft es auf einen einfachen Punkt hinaus: Es lohnt sich, nur das dabeizuhaben, was wirklich unterstützt. Alles andere kann getrost zu Hause bleiben.
FAQ – Häufig gestellte Fragen
Sollte man einen Lebenslauf zu einem Vorstellungsgespräch mitnehmen?
Ja, es ist sinnvoll, 2–3 Kopien dabeizuhaben – auch wenn er vorher per E-Mail verschickt wurde.
Ist ein Notizbuch beim Vorstellungsgespräch notwendig?
Ja, es hilft dabei, wichtige Informationen festzuhalten und zeigt Engagement während des Gesprächs.
Was sollte man außer Dokumenten noch zu einem Vorstellungsgespräch mitnehmen?
Hilfreich sind ein Notizbuch, ein Stift, eine Liste mit Fragen an den Arbeitgeber sowie eine kleine Flasche Wasser.
Darf man während eines Vorstellungsgesprächs das Handy benutzen?
Nein, das Handy sollte auf lautlos gestellt und weggelegt werden, damit es nicht ablenkt.
Wie früh sollte man sich auf ein Vorstellungsgespräch vorbereiten?
Am besten bereits am Vortag alles vorbereiten und die Anfahrt planen, um unnötigen Stress zu vermeiden.
Ist es sinnvoll, Fragen an den Arbeitgeber vorzubereiten?
Ja, eine Liste mit Fragen hilft, Gesprächspausen zu vermeiden und zeigt Interesse an der Stelle.
Was sollte man nicht zu einem Vorstellungsgespräch mitnehmen?
Zu viele Gegenstände, Essen, ein nicht stummgeschaltetes Handy und unordentliche Notizen sollte man vermeiden.
Beeinflussen Kleidung und Vorbereitung den ersten Eindruck?
Ja, der erste Eindruck entsteht bereits vor dem Betreten des Gebäudes und prägt die Wahrnehmung als Bewerber.
Lust auf mehr? Unsere anderen Artikel könnten Dich auch interessieren:
- Was ist berufliche Erschöpfung?
- Schwieriger Kunde – wie geht man mit ihm um?
- Wie bereitet man sich auf ein Vorstellungsgespräch vor?


Kommentar schreiben