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Opal und Opalit

Opal und Opalit

 

Opal und Opalit – zwei Begriffe, die oft zusammen genannt werden, aber nicht dasselbe bedeuten. Genau hier entstehen Missverständnisse. Manche kaufen Opalit in dem Glauben, es handele sich um einen natürlichen Stein direkt aus der Erde. Andere denken, Opal sei nur ein hübsches Extra in Schmuckstücken und weiter nichts. Tatsächlich sehen beide unterschiedlich aus und haben eigene Merkmale, die man kennen sollte. So vermeidet man, zu viel zu bezahlen – und man weiß, was man eigentlich am Hals, am Finger oder in der Tasche trägt.

Die Unterschiede? Deutlich. Auch wenn diese Steine auf den ersten Blick ähnlich wirken, unterscheiden sie sich in Herkunft und Eigenschaften. Wer verstehen will, warum der eine mit einem Farbspiel verzaubert und der andere wie Glas in der Sonne schimmert, sollte weiterlesen. Opal und Opalit erzählen nämlich zwei völlig verschiedene Geschichten.

 

Wie sieht ein Opal aus?

Opal leuchtet in vielen Farben – von Grün- und Blautönen über Orange bis hin zu rosa und violetten Reflexen. Dieses Phänomen nennt man Opaleszenz, und genau sie macht den Stein so besonders. Im Licht kann er strahlen wie ein winziger Regenbogen, der in einem Stein eingefangen ist.

Nicht jeder Opal sieht gleich aus. Es gibt milchige, weiße, schwarze und auch Feueropale – letztere faszinieren mit intensiven warmen Farben. Der Stein kann transparent oder leicht trüb sein, mit glatter Oberfläche, wenn er geschliffen wurde, oder unregelmäßig in seiner Rohform.

Erwähnenswert sind auch sogenannte Matrix-Opale, bei denen bunte Flecken vor dem Hintergrund des Wirtsgesteins erscheinen. Diese Kombination macht jedes Stück absolut einzigartig.

Interessant ist, dass Opal oft mikroskopisch kleine Kugeln aus Kieselsäure enthält, die das Licht brechen. Dadurch entsteht der funkelnde Effekt – und das ist kein künstlicher Trick, sondern ein natürlicher Aufbau des Steins.

In seiner Rohform kann Opal unscheinbar, fast matt wirken. Erst durch Schleifen und Polieren entfaltet er seine ganze Farbvielfalt. Manche Opale, besonders aus Äthiopien, können Wasser aufnehmen – nach Kontakt mit Feuchtigkeit verändert sich ihr Aussehen leicht und die Farben wirken intensiver.

Die schönsten Opale stammen aus Australien, Äthiopien oder Mexiko. Manche zeigen ein so intensives Farbspiel, dass sie fast unwirklich erscheinen. Das ist einer der Gründe, warum Goldschmiede sie so gerne in Ringen, Ketten und Ohrringen verarbeiten.

 

Wie sieht Opalit aus?

Opalit kann auf den ersten Blick an Opal erinnern – genau deshalb verwechseln viele die beiden. Der Unterschied liegt jedoch darin, dass Opalit ein vom Menschen hergestelltes Material ist. Meistens besteht es aus Glas, dem man einen charakteristischen milchig-transparenten Look verleiht.

Im Licht schimmert Opalit mit zarten, bläulichen oder leicht goldenen Reflexen. Manchmal zeigt sich ein sanftes Farbspiel, allerdings gleichmäßiger als beim natürlichen Opal. Der Effekt wirkt glatt und harmonisch. Auffällige Flecken oder Muster, wie sie für Natursteine typisch sind, findet man hier nicht.

Die Farbe von Opalit kann fast völlig transparent sein, nur mit einem Hauch milchiger Trübung. Es gibt auch leicht rosafarbene oder hellblaue Varianten. Je nach Beleuchtung verändert der Stein seinen Eindruck: Im Tageslicht wirkt er kühl, unter künstlichem Licht gewinnt er einen wärmeren Ton. Dieser Farbwechsel gehört zu den Eigenschaften, die Opalit in Schmuckstücken so attraktiv machen.

Da er künstlich hergestellt wird, ist seine Oberfläche vollkommen glatt – ohne natürliche Einschlüsse oder Risse. Das sorgt für einen sehr klaren, reinen Look, weshalb viele Schmuckdesigner Opalit gerne für Arbeiten verwenden, die absolute Gleichmäßigkeit erfordern.

Opalit findet man häufig in Ketten, Armbändern und Ohrringen, aber auch in dekorativen Objekten wie Figuren oder Meditationskugeln. Weil er relativ günstig und leicht zu verarbeiten ist, gibt es ihn in vielen Formen – von kleinen Perlen bis zu großen, auffälligen Cabochons.

Unter passendem Licht kann Opalit zudem den Eindruck eines feinen Schimmers im Inneren erwecken – fast so, als würde sich darin ein zarter Nebel bewegen. Das ist einer der Gründe, warum er manchmal als „synthetischer Mondstein“ bezeichnet wird.

opalOpal

 

Opal und Opalit – wie erkennt man den Unterschied?

Auf den ersten Blick können Opal und Opalit fast identisch wirken – besonders, wenn man keine Erfahrung im Erkennen von Mineralien hat. Mit ein paar einfachen Hinweisen lässt sich jedoch schnell feststellen, welcher Stein welcher ist.

Der erste Unterschied liegt im Farbspiel. Ein natürlicher Opal zeigt unregelmäßige, mehrfarbige Flecken, die sich bei jeder Bewegung des Steins verändern. In einem einzigen Exemplar kann man Grün-, Blau-, Orange- und sogar Rottöne entdecken – oft alle zusammen. Opalit hingegen schimmert eher gleichmäßig. Seine Reflexe sind dezenter, meist in bläulichen oder goldenen Nuancen. „Regenbogenexplosionen“ wie beim Opal sieht man hier nicht.

Der zweite Punkt ist die Struktur. Opal enthält natürliche Einschlüsse, manchmal Risse oder kleine Fragmente des Gesteins, in dem er entstanden ist. Unter einer Lupe erkennt man sein inneres „Leben“ – verschiedene Schichten und mikroskopisch feine Muster. Opalit ist glatt und gleichmäßig, ohne zufällige Strukturen, da er unter kontrollierten Bedingungen hergestellt wird.

Auch Form und Schliff geben Hinweise. Besonders günstigere Opale werden oft so geschliffen, dass möglichst viel vom natürlichen Stein erhalten bleibt – das kann zu leicht asymmetrischen Formen führen. Opalit als künstliches Produkt ist dagegen meist perfekt gleichmäßig, symmetrisch und makellos.

Ein weiteres Kriterium ist der Preis. Wird ein „Opal“ in größerer Größe für nur wenige Euro angeboten, handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um Opalit. Echte Opale mit deutlichem Farbspiel können deutlich teurer sein.

Wichtig ist auch die Bezugsquelle. In seriösen Juweliergeschäften oder bei anerkannten Edelsteinhändlern gibt es Informationen zur Herkunft eines Opals. Opalit hingegen wird oft ohne detaillierte Zertifikate verkauft – ein weiterer Hinweis auf ein synthetisches Produkt. Das ist jedoch keine absolute Sicherheit, denn wie bekannt, gibt es auch Fälschungen.

Zum Schluss noch der Lichttest: Wenn man den Stein aus verschiedenen Winkeln betrachtet und die Farben scheinbar unregelmäßig „tanzen“, hält man wahrscheinlich einen Opal in der Hand. Verändern sich die Farbtöne dagegen eher gleichmäßig und vorhersehbar, handelt es sich wohl um Opalit.

 

Opalit – Stein oder nicht?

Hier gehen die Meinungen auseinander. Für manche ist Opalit ein vollwertiger Stein, für andere lediglich ein dekoratives Glasprodukt – beide Ansichten haben ihre Berechtigung.

Fakten zuerst: Opalit ist ein synthetisches Material, das in Schmelzöfen aus hochwertigem Glas hergestellt wird. Manchmal werden Mineralzugaben beigemischt, um eine bestimmte Farbe oder optische Effekte zu erzielen. Aus geologischer Sicht gilt er nicht als natürlicher Stein – er ist kein Produkt natürlicher Erdprozesse.

In der Schmuckbranche und unter Liebhabern dekorativer Steine umfasst der Begriff „Stein“ jedoch oft auch künstlich hergestellte Materialien. In diesem Sinne darf man Opalit als Stein bezeichnen – mit dem klaren Hinweis, dass er synthetisch ist.

Es gibt Ausnahmen: Im Handel taucht der Begriff „natürlicher Opalit“ auf. Meist ist damit eine seltene, milchig-weiße Opalvariante gemeint, die tatsächlich in der Natur vorkommt. Der Name kann jedoch irreführend sein. Die meisten Opalite, die wir im Handel sehen, haben nichts mit diesem natürlichen Mineral zu tun. Wer sicher sein will, einen echten Naturstein zu erwerben, sollte daher ein Echtheitszertifikat verlangen.

Warum ist Opalit so beliebt? Erstens: Er sieht wunderschön aus. Seine milchige Transparenz, zarten Reflexe und glatte Oberfläche machen ihn ideal für Schmuck. Zweitens: Er ist vergleichsweise günstig – so kann man sich größere Stücke oder ganze Sets leisten. Drittens: Er ist robuster als manche empfindlichen Mineralien, da Glas im Alltag relativ widerstandsfähig ist.

Im Bereich der dekorativen Steine hat Opalit also seinen festen Platz. Man kann sagen, dass er ein Stein ist – allerdings eher im schmucktechnischen als im geologischen Sinn.

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Opal – Eigenschaften

Der Opal gilt als außergewöhnlicher Stein – doch in Wahrheit besteht seine größte „Kraft“ darin, dass er einfach fantastisch aussieht. Alles andere ist eher Geschichte, Tradition und der Glaube an Symbolik als wissenschaftlich belegte Tatsache.

Manche sehen im Opal einen Talisman, der Glück bringen, die Intuition stärken und die Kreativität anregen soll. Es heißt, er könne „die Augen öffnen“ für verborgene Aspekte einer Situation. In der Praxis schafft das wohl eher ein gutes Notizbuch und ein Moment der Ruhe als ein Stein im Ring. Der Überlieferung nach wurde er von Künstlern, Reisenden und Menschen auf der Suche nach Inspiration gewählt – nur stammten die Ideen eben vom eigenen kreativen Geist, nicht vom Opal.

Oft wird ihm auch eine beruhigende Wirkung zugeschrieben, die helfen soll, emotionale Ausgeglichenheit zu erreichen. Nach dieser Vorstellung „lindert“ er Spannungen und „entfernt“ negative Gedanken. Wer jedoch einen stressigen Job hat, profitiert wahrscheinlich mehr von Urlaub als vom Tragen eines Steins am Finger.

Je nach Opalvariante werden ihm unterschiedliche Bedeutungen zugeschrieben: Feueropal steht für Energie und Mut, Schwarzer Opal für Schutz vor negativen Einflüssen und milchiger Opal für Sanftmut und Empathie. All das liest sich hübsch in Schmuckkatalogen, doch in der Realität gibt es keine wissenschaftlichen Belege. Steine senden keine Energie aus, filtern keine schlechten Schwingungen und verleihen keine Kraft wie ein Energieriegel – auch wenn man natürlich daran glauben kann, wenn man diese Vorstellung mag.

In der Schmuckherstellung wird Opal vor allem wegen seiner Optik geschätzt – das ist der eigentliche Grund für seine Beliebtheit. Jeder Stein zeigt ein einzigartiges Muster, weshalb Schmuck mit Opal immer ein Unikat ist. Dazu kommt das Farbspiel – von Grün über Orange bis hin zu Violett – das es schwer macht, einfach daran vorbeizugehen.

Es gibt jedoch einen Nachteil: Opal ist ein recht empfindliches Material. Er enthält Wasser in seiner Struktur und kann bei plötzlichen Temperaturschwankungen reißen oder in sehr trockener Umgebung seinen Glanz verlieren. Deshalb sollte man ihn nicht in der Sonne liegen lassen, nicht in Heizungsnähe aufbewahren und den Kontakt mit aggressiven Chemikalien vermeiden.

 

Opalit – Eigenschaften

Opalit wird oft als Stein bezeichnet, ist jedoch ein vom Menschen hergestelltes Produkt. Da er im Ofen und nicht in den Tiefen der Erde entstanden ist, haben seine „Eigenschaften“ mehr mit Fantasie als mit Wissenschaft zu tun.

Manche behaupten, Opalit fördere die Kommunikation, verbessere die Stimmung und helfe beim Ausdruck von Gefühlen. Er wird manchmal als „Stein des Optimismus“ oder „Stein der reinen Gefühle“ beschrieben. In Wirklichkeit sendet Opalit jedoch keine geheimnisvollen Wellen aus – er ist schlicht ein schöner Glaswerkstoff, der Licht auf angenehme Weise reflektieren kann.

Auf Webseiten über Mineralien findet man noch weitere ihm zugeschriebene Kräfte: Anregung der Kreativität, Unterstützung bei der Meditation oder Erleichterung sozialer Kontakte. In der Realität liegt die Wirkung solcher „Kräfte“ eher im Empfinden der Person, die Freude an einem schönen Gegenstand hat.

Opalit hat jedoch echte, praktische Vorteile. Er ist glatt, langlebig und leicht zu bearbeiten, sodass Schmuckhersteller ihm verschiedene Formen und Größen geben können. Er passt sowohl zu minimalistischem Schmuckdesign als auch zu großen, dekorativen Kreationen. Da er künstlich hergestellt wird, lässt sich sein Aussehen gezielt steuern – Farbe, Transparenz und Glanz sind genau so, wie der Hersteller es vorgesehen hat.

Oft wird er von Menschen gewählt, die Steine mit einem dezenten, milchigen Schimmer und feinen Reflexen mögen. Da Opalit günstiger ist als viele natürliche Mineralien, kann man sich größere Stücke oder ganze Schmucksets leisten, ohne das Budget zu sprengen.

Opalit hat also nur insofern „Eigenschaften“, als er das Auge erfreut, im Licht schön wirkt und mit seinem Glanz die Stimmung heben kann. Alles andere ist eher Marketing und ein Hauch Fantasie.

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