Inhalt
- Werbeformen
- Werbeformen auf einen Blick
- Klassische Werbung – Flyer, Plakat, Print und Radio
- Fernsehwerbung – Spot, Sponsorenhinweis und Product Placement
- Online-Werbung – Banner, Skyscraper, Rectangle und Rich Media
- Suchmaschinenwerbung – Anzeigen und Produktanzeigen
- Social-Media-Werbung – Sponsored Post, Stories, Reels und Shorts
- Online-Video-Werbung – Video-Spot, Preroll, Midroll und Werbeclip
- Native Werbung – Sponsored Article, Advertorial und Partnerbeitrag
- Mobile Werbung – In-App-Werbung, Push-Benachrichtigungen und SMS-Marketing
- Außenwerbung – Billboard, Citylight und Haltestellenwerbung
- Direktwerbung – Mailing, Newsletter, Cold Mailing und Katalog
- FAQ – häufig gestellte Fragen
Werbeformen
Werbung ist nicht nur ein Kanal und kein einzelnes Format. Sie umfasst eine ganze Gruppe von Lösungen, die sich in Form, Reichweite und Art der Ansprache unterscheiden. Manche wirken lokal, andere erreichen ein Massenpublikum. Einige begegnen dir täglich, andere fallen erst nach einer Weile auf. Es lohnt sich, sie zu unterscheiden – jede Werbeform erfüllt eine andere Aufgabe und erreicht Menschen zu unterschiedlichen Zeitpunkten ihrer Entscheidung. Gerade heute, da Werbung längst nicht mehr an einen einzigen Bildschirm gebunden ist.
Werbeformen auf einen Blick
- Werbung existiert in mindestens neun Hauptformen – von klassisch bis digital.
- Online-Werbung umfasst zahlreiche Formate, darunter Banner, Skyscraper, Rectangle und Rich Media.
- Suchmaschinenwerbung greift im Moment der Absicht, wenn Nutzer eine konkrete Anfrage eingeben.
- Soziale Medien setzen auf kurze Formate wie Sponsored Posts, Stories, Reels und Shorts.
- Online-Video-Werbung besteht nicht nur aus Spots, sondern auch aus Preroll, Midroll und Werbeclips.
- Native Werbung basiert auf Inhalten – etwa Sponsored Articles, Advertorials oder Partnerbeiträgen.
- Effektive Kampagnen kombinieren meist mehrere Werbeformen statt nur einen einzigen Kanal.
Klassische Werbung – Flyer, Plakat, Print und Radio
Klassische Werbung findet außerhalb des Internets statt und ist vielerorts weiterhin präsent. Man begegnet ihr auf der Straße, im Briefkasten, in der lokalen Zeitung oder im Hintergrund während der Autofahrt. Es sind Formate, die keinen Bildschirm und keinen Klick erfordern.
Am häufigsten tritt sie in folgenden Varianten auf:
- Werbeflyer – persönlich verteilt oder in Briefkästen eingeworfen.
- Werbeplakat – im öffentlichen Raum platziert, meist mit einer klaren Botschaft.
- Printanzeige – Anzeige in Zeitung oder Magazin.
- Radiospot – kurze Werbebotschaft im Programm eines Radiosenders.
Diese Formen wirken überwiegend lokal. Ein Flyer erreicht eine konkrete Nachbarschaft. Radio spricht Menschen im Auto oder am Arbeitsplatz an. Gedruckte Presse bündelt bestimmte Lesergruppen. Eine präzise Zielgruppensteuerung fehlt, dafür gibt es Wiederholung und physische Präsenz.
Für einen Teil der Zielgruppe bleibt dies eine sehr direkte Art des Markenkontakts – ohne Login, Algorithmus oder Benachrichtigungen.
Fernsehwerbung – Spot, Sponsorenhinweis und Product Placement
Fernsehen wird seit Jahren mit Massenwerbung verbunden. Es ist ein Medium, das Bild, Ton und Erzählung in sehr kurzer Zeit vereint. Oft reichen wenige Sekunden, damit eine Botschaft im Gedächtnis bleibt.
In der Praxis tritt Fernsehwerbung in mehreren klar unterscheidbaren Formen auf:
- Werbespot – klassische Werbung, die in Werbeblöcken ausgestrahlt wird.
- Sponsorenhinweis – kurze Information über den Sponsor einer Sendung.
- Product Placement – Präsenz einer Marke in einer Serie, einem Film oder einer TV-Sendung.
Der Werbespot wirkt direkt und intensiv. Ein Claim, eine Szene, eine Assoziation. Der Sponsorenhinweis ist ruhiger und stärker informativ. Product Placement kann dezent eingesetzt werden oder sehr deutlich sichtbar sein – abhängig von der Umsetzung.
Es handelt sich um eine Werbeform mit großer Reichweite, aber auch mit einer hohen Einstiegshürde. Deshalb nutzen sie häufiger große Marken, denen Markenbekanntheit und breite Sichtbarkeit wichtiger sind als eine unmittelbare Reaktion der Zielgruppe.
Online-Werbung – Banner, Skyscraper, Rectangle und Rich Media
Online-Werbung zählt zu den umfangreichsten Kategorien, da sie zahlreiche Formate umfasst, die auf Websites, Portalen und in Apps erscheinen. Sie taucht neben Inhalten, über Artikeln oder zwischen einzelnen Abschnitten auf. Manchmal wird sie übersehen – manchmal wirkt sie sehr effektiv, besonders wenn Platzierung und Zielgruppe gut aufeinander abgestimmt sind.
Zu den am häufigsten genutzten Unterformen der Online-Werbung gehören:
- Werbebanner – horizontale oder vertikale grafische Formate.
- Skyscraper – hohe, vertikale Banner an der Seite einer Website.
- Rectangle – rechteckige Anzeigen innerhalb oder neben dem Content.
- Rich Media – animierte, interaktive Werbeformen, teils mit Ton oder Video.
Diese Anzeigen wirken vor allem visuell. Aufmerksamkeit entsteht durch Farbe, Bewegung oder eine kurze Botschaft. Meist ist kein längeres Verweilen nötig – ein Moment genügt. Ein Klick führt weiter, etwa zu einer Angebotsseite, einem Formular oder einem Artikel.
Display-Werbung eignet sich gut für Reichweitenaufbau und Markenbekanntheit. Sie kann auch den Verkauf unterstützen, wenn sie Teil einer größeren Kampagne ist. Das Format allein ist dabei nur ein Faktor – Umfeld und Zeitpunkt der Einblendung spielen eine entscheidende Rolle.
Suchmaschinenwerbung – Anzeigen und Produktanzeigen
Suchmaschinenwerbung erscheint genau dann, wenn Nutzer selbst eine Anfrage eingeben. Sie suchen nach Informationen, Produkten oder konkreten Lösungen. Das ist ein völlig anderer Moment als das beiläufige Konsumieren von Inhalten.
Die wichtigsten Formen der Suchmaschinenwerbung sind:
- Anzeigen – textbasierte Werbeanzeigen ober- oder unterhalb der Suchergebnisse.
- Textanzeigen – kurze Botschaften, abgestimmt auf den eingegebenen Suchbegriff.
- Produktanzeigen – Darstellung konkreter Produkte mit Preis und Bild.
Entscheidend ist hier die Relevanz. Die Anzeige passt zur Suchanfrage und erscheint nicht zufällig. Deshalb erzielt sie oft gute Ergebnisse, selbst bei sehr kurzem Kontakt. Ein Satz, eine Entscheidung.
Suchmaschinenwerbung ist intensiv, aber auch sehr gut messbar. Jeder Klick, jede Einblendung, jeder Kostenpunkt lässt sich auswerten. Besonders häufig nutzen sie Unternehmen aus Bereichen wie Finanzdienstleistungen, Konten, Kredite oder Angebotsvergleiche.
Social-Media-Werbung – Sponsored Post, Stories, Reels und Shorts
Soziale Medien sind ein Ort, an dem Werbung mit alltäglichen Inhalten verschmilzt. Du scrollst durch den Feed, siehst Fotos, kurze Videos, Kommentare … und plötzlich erscheint eine Werbebotschaft. Manchmal klar erkennbar, manchmal nahezu nahtlos in den Content integriert.
Die am häufigsten genutzten Unterformen der Social-Media-Werbung sind:
- Sponsored Post – klassischer Werbebeitrag, der im Feed angezeigt wird.
- Werbe-Stories – kurze Inhalte, die zwischen organischen Stories erscheinen.
- Reels – dynamische, vertikale Videos mit Fokus auf schnelle Aufmerksamkeit.
- Shorts – kurze Videoformate, bekannt von verschiedenen Plattformen.
Diese Art der Werbung wirkt sehr schnell. Wenige Sekunden entscheiden darüber, ob jemand innehält oder weiterscrollt. Entscheidend sind der erste Satz, die erste Szene, das erste Bild. Die Ansprache ist oft locker, manchmal fast privat, manchmal klar verkaufsorientiert.
Werbung in sozialen Medien eignet sich besonders gut, um Interesse zu wecken und Traffic auf eine Website zu lenken. Vor allem bei Themen rund um alltägliche Entscheidungen – Finanzen, Einkäufe, Vergleiche. Eine klare Botschaft und das richtige Timing spielen hier eine zentrale Rolle.
Online-Video-Werbung – Video-Spot, Preroll, Midroll und Werbeclip
Online-Video ist ein Format, das klassische Werbeformen zunehmend ersetzt. Du startest ein Video – davor erscheint eine Anzeige. Oder sie läuft mittendrin. Oder sie steht für sich als eigener Clip, der gezielt ausgespielt wird.
Zu den beliebtesten Unterformen der Online-Video-Werbung zählen:
- Video-Spot – kurzer Werbefilm, der online ausgestrahlt wird.
- Preroll – Anzeige, die vor dem eigentlichen Video startet.
- Midroll – Werbung, die während des Videos eingeblendet wird.
- Werbeclip – längeres Format, das Bild und Musik kombiniert.
Video ermöglicht es, in kurzer Zeit viele Informationen zu vermitteln. Bild, Ton und Tempo wirken gleichzeitig. Das macht dieses Format wirkungsvoll, aber auch anspruchsvoll. Ein schlecht gemachtes Video wird sofort übersprungen. Ein gutes bleibt im Gedächtnis.
Online-Video-Werbung wird häufig mit anderen Formaten kombiniert. Sie kann auf eine Website, einen Artikel oder einen Angebotsvergleich verweisen. Besonders gut funktioniert sie bei Themen, bei denen Entscheidungen nicht sofort fallen, sondern eine kurze Überlegung erfordern.

Native Werbung – Sponsored Article, Advertorial und Partnerbeitrag
Native Werbung ist auf den ersten Blick oft weniger offensichtlich. Statt eines klassischen Verkaufsslogans erscheint ein Inhalt, der wie ein normaler Beitrag wirkt – ein Artikel, ein Ratgeber, eine Analyse. Leser stoßen darauf meist im Rahmen ihrer Informationssuche.
Die gängigsten Unterformen der Native Werbung sind:
- Sponsored Article – Veröffentlichung, die in Zusammenarbeit mit einer Marke entsteht.
- Advertorial – Text, der redaktionelle Inhalte mit Werbung verbindet.
- Partnerbeitrag – Beitrag, der in einem Blog oder thematischen Portal erscheint.
Diese Form der Werbung bietet Raum für Erklärungen, Beispiele und Kontext. Zeitdruck spielt keine Rolle. Themen lassen sich ausführlicher darstellen, Optionen vergleichen und Unterschiede aufzeigen. Daher passt Native Werbung besonders gut zu Finanzen, Banking und Produkten, bei denen eine bewusste Entscheidung gefragt ist.
Ein gut vorbereiteter Text arbeitet nicht mit plakativen Botschaften. Er führt Leser durch das Thema und überlässt ihnen die Entscheidung. Diese subtile Form kann hochwertigen Traffic erzeugen und zu langen Verweildauern auf der Website führen.
Mobile Werbung – In-App-Werbung, Push-Benachrichtigungen und SMS-Marketing
Das Smartphone ist heute das wichtigste Gerät für den täglichen Kontakt mit Inhalten. Mobile Werbung erscheint genau dort – auf dem Bildschirm, den man ständig bei sich hat. Kurz, direkt und oft sehr unmittelbar.
Zu den beliebtesten Unterformen der mobilen Werbung zählen:
- In-App-Werbung – Banner oder Videos, die während der Nutzung einer App angezeigt werden.
- Push-Benachrichtigungen – kurze Hinweise, die direkt auf dem Smartphone-Bildschirm erscheinen.
- SMS-Marketing – Textnachrichten mit Angeboten oder wichtigen Informationen.
Mobile Werbung wirkt schnell. Die Botschaft muss klar sein, da sie nur für einen kurzen Moment wahrgenommen wird. Push-Nachrichten können Aufmerksamkeit erzeugen, lassen sich jedoch ebenso leicht wegwischen. SMS-Marketing ist besonders direkt und erfordert daher Fingerspitzengefühl sowie einen guten Anlass für den Kontakt.
Im Finanzbereich wird diese Werbeform häufig für Erinnerungen, zeitlich begrenzte Aktionen oder Angebotsinformationen genutzt. Eine kurze Nachricht, ein Satz, ein klares Ziel.
Außenwerbung – Billboard, Citylight und Haltestellenwerbung
Außenwerbung ist im öffentlichen Raum präsent. Man sieht sie auf dem Weg zur Arbeit, beim Spazierengehen oder im Stand an der Ampel. Sie funktioniert ohne Bildschirm und ohne Klick.
Die am häufigsten genutzten Unterformen der Außenwerbung sind:
- Billboard – großformatige Werbung mit hoher Sichtbarkeit aus der Distanz.
- Citylight – kleineres, oft beleuchtetes Werbeformat.
- Haltestellenwerbung – Anzeigen an Orten, an denen Menschen warten.
Außenwerbung setzt auf Einfachheit. Eine Botschaft, ein Motiv, wenige Sekunden Kontakt. Sie unterstützt vor allem die Markenbekanntheit, besonders auf lokaler Ebene. Selten führt sie unmittelbar zum Kauf, prägt jedoch Namen und Assoziationen nachhaltig ein.
Direktwerbung – Mailing, Newsletter, Cold Mailing und Katalog
Direktwerbung basiert auf einem direkten Kontakt von Person zu Person. Sie erscheint nicht zufällig, sondern erreicht den Empfänger gezielt – entweder im E-Mail-Postfach oder in Form einer physischen Sendung.
Die wichtigsten Unterformen der Direktwerbung sind:
- Mailing – einmalige, meist werbliche Nachricht.
- Newsletter – regelmäßige Form des Kontakts mit Abonnenten.
- Cold Mailing – E-Mails, die an neue, bislang nicht aktive Kontakte versendet werden.
- Katalog – gedruckte oder digitale Präsentation eines Angebots.
Entscheidend sind hier Inhalt und Versandzeitpunkt. Ein gut aufbereiteter Newsletter kann Vertrauen aufbauen und Beziehungen stärken. Ein verkaufsorientiertes Mailing wirkt vor allem dann, wenn es eine konkrete Nachfrage trifft. Im Finanzbereich wird diese Form häufig mit erklärenden Inhalten und ergänzenden Materialien kombiniert.
Werbung hat viele Facetten und funktioniert nur selten isoliert. In der Praxis handelt es sich meist um eine Kombination mehrerer Werbeformen, abgestimmt auf den Kanal und den jeweiligen Entscheidungszeitpunkt. Wer die Unterschiede kennt, kann Reichweite, Interesse und tatsächliche Weiterleitungen gezielter aufbauen.
FAQ – häufig gestellte Fragen
Welche grundlegenden Werbeformen gibt es?
Zu den grundlegenden Werbeformen zählen klassische Werbung, Fernsehwerbung, Online-Werbung, Suchmaschinenwerbung, Social-Media-Werbung, Online-Video-Werbung, Native Werbung, Mobile Werbung, Außenwerbung und Direktwerbung.
Worin unterscheidet sich Online-Werbung von Suchmaschinenwerbung?
Online-Werbung erscheint neben Inhalten auf Websites, während Suchmaschinenwerbung nach der Eingabe einer konkreten Suchanfrage ausgespielt wird.
Welche Formate umfasst Werbung in sozialen Medien?
Am häufigsten sind Sponsored Posts, Stories, Reels sowie Shorts, jeweils angepasst an die jeweilige Plattform.
Was versteht man unter Native Werbung?
Native Werbung tritt als Inhalt auf, etwa als Sponsored Article oder Partnerbeitrag, der wie ein regulärer Informationsbeitrag wirkt.
Welche Arten der Online-Video-Werbung gibt es?
Zur Online-Video-Werbung zählen Video-Spots, Preroll, Midroll sowie längere Werbeclips.
Beschränkt sich Mobile Werbung nur auf Apps?
Nein. Sie umfasst auch Push-Benachrichtigungen sowie SMS-Marketing, das direkt auf das Smartphone zugestellt wird.
Wofür eignet sich Außenwerbung am besten?
Außenwerbung stärkt die Markenbekanntheit im öffentlichen Raum und erzielt vor allem Reichweite.
Was ist Direktwerbung?
Dabei handelt es sich um Werbung mit direktem Kontakt von Person zu Person, etwa Mailings, Newsletter, Cold Mailings oder Kataloge.


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